Dezentrale Aktionen: Naziaufmarsch verhindern!
10:00 - 16. Januar 2021
verschiedene Orte in der Innenstadt, 39104 Magdeburg
Auch im Jahr 2021 wollen Nazis am 16. Januar, dem Jahrestag der Bombardierung der Stadt Magdeburg 1945, einen sogenannten „Gedenkmarsch“ veranstalten. Traditionell versuchen Neonazi-Gruppen, eine Verklärung der Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes vorzunehmen und die deutsche Bevölkerung als alleiniges Opfer eines alliierten „Bombenterrors“ darzustellen. Dieser gezielten Umdeutung der Geschichte stellt sich das Bündnis Solidarisches Magdeburg entgegen. Die letzten Monate haben gezeigt, dass weiterhin gegen rechte Mobilisierungen anzukämpfen ist.
Gerade in dem herausfordernden Jahr 2020, das uns alle mit der Covid-19 Pandemie und ihren Folgen konfrontiert, konnten rechtsextreme Gruppen und Organisationen im Rahmen der von antisemitischen Verschwörungsmythen getriebenen „Querdenken“-Bewegung eine weitere Bühne für ihr menschenverachtendes Gedankengut finden. So war die „Corona-Demo“ in Leipzig Anfang November, zu der Neonazis massiv mobilisierten und bei der unter anderem Journalist*innen angegriffen wurden, kein Einzelfall. Vor allem Berlin wurde zum Zentrum der Aktionen dieser verklärten Bewegung.
Ende August schwenkten Nazis „Reichsflaggen“ vor dem Reichstagsgebäude, nachdem die Heilpraktikerin Tamara K. zu einem „Sturm auf den Reichstag“ aufgerufen hatte. Auch der rechtsterroristische Anschlag von Hanau, bei dem am 19. Februar 2020 zehn Menschen ermordet wurden sowie der rechtsterroristische Anschlag in Halle am 9. Oktober letzten Jahres mit zwei ermordeten Menschen zeigen Deutschlands Problem mit rechter Gewalt und rechtem Terror. Die inzwischen fast täglichen Berichte von rechtsextremem Gedankengut in Messenger-Gruppen der Polizei, auch in Sachsen-Anhalt, und der Skandal um einen Waffenfund auf dem Privatgrundstück eines Soldaten der KSK-Sondereinheit der Bundeswehr, fügen sich in dieses Bild ein.
Das Bündnis Solidarisches Magdeburg will am 16. Januar daher klare Kante gegen Rechts zeigen und mit einem starken und vielfältigen Gegenprotest deutlich machen, dass hier kein Platz für rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenfeindliche Einstellungen ist.
Nähere Informationen zu den dezentralen Aktionen gibt es auf der Homepage des Bündnisses.

 

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