Erinnerungen an Magdeburg. Eine Kindheit und Jugend im Deutschland der Nazizeit (Buchpremiere)

Wann:
17. Januar 2019 um 19:30 – 21:00
2019-01-17T19:30:00+01:00
2019-01-17T21:00:00+01:00
Wo:
Stadtbibliothek Magdeburg
Breiter Weg 109
39104 Magdeburg
Kontakt:
03915404816

Programm:

Die Dompredigerin i.R. Waltraut Zachhuber und der Verleger Helmut Block präsentieren die „Erinnerungen an Magdeburg. Eine Kindheit und Jugend im Deutschland der Nazizeit“ von Gertraud Kuehn, die in der Zeit des Dritten Reiches in Magdeburg als Halbjüdin überlebte.

Dieses Buch ist als Lebenserinnerung von Gertraud Kuehn, geborene Zindel, geschrieben, die in der Zeit des „Dritten Reiches“ in dieser Stadt ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Hinein geboren in eine Familie mit einem arischen Vater und einer jüdischen Mutter. In diesen Lebenserinnerungen ist aufgezeichnet, wie sie diese schwere Zeit erlebte. Die Familie konnte von den Machthabern nicht getrennt werden, Vater und Mutter blieben für die Kinder ein festes Bollwerk in dieser, für viele Menschen tödlichen Zeit. Schule, Ausbildung, Pflichtjahr, Sport und viele Erinnerungen an die Zeit des Krieges werden in diesen Geschichten lebendig. Es wird deutlich, wie schwierig das Leben war, aber auch die Unbekümmertheit der Kindheit und Jugend findet hier ihren Platz. Der Verlag hat den Text und den Sprachrhythmus nur in den wenigsten Fällen verändert, denn größere Änderungen hätten diesen Erinnerungen ihre Authentizität genommen.

Einige Gedanken des Verlages:
„Als Familie hatten die Kinder und die Mutter, immer den Tod vor Augen. Die Familie war ständig bedroht, jedes Klingeln an der Tür konnte den Tod bedeuten. Nicht den sofortigen Tod, aber den Transport in eines der Lager. Jeder, der es wissen wollte, der konnte auch damals schon wissen, was solch ein Transport bedeutete (Ob er sich dies vorstellen konnte oder wollte, kann man von HEUTE aus kaum beurteilen.). In Deutschland leben und auf Hilfe hoffen, diese Hilfe konnte nur nach den Nazis kommen und dazu mussten diese den Krieg verlieren. Die Bomben, die auf die Städte fielen, waren die Botschafter der vielleicht kommenden und vielleicht noch zu erlebenden Freiheit nach der Nazizeit. Bomben aber sind BLIND, sie treffen Gerechte und Ungerechte, diese Waffe entscheidet über LEBEN und TOD. Sollte man sich nun wünschen, dass diese Bomben, die den Krieg zu beenden helfen auch viel Zerstörung anrichten? Wie war das mit der eigenen Angst? Diese Antworten gibt der Text von Frau Kuehn.“
(Helmut Block)

Veranstalter:

Stadtbibliothek Magdeburg